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Was
Bücher anbelangt, so bin ich polygam.
Das heißt, die Lieben wechseln gelegentlich, und manchmal kehre ich wieder zu einer alten Geliebten zurück. Die Preferida absoluta ist zur Zeit ein Buch von Georg Paulmichl: "Verkürzte Landschaft". Was der Georg Paulmichl schreibt, ist für mich die höchste Stufe der Poesie, die ein heute lebender Mensch erklimmen kann. Man sollte das Buch laut lesen. Am besten Freunden vorlesen... Ihr Dietmar Schönherr >LiteraTour Tribüne< '95 |
![]() Hierachie Flucht Es kann einem angst und bange werden um das Befinden des Autors, der nur im Schreiben sich einer Rang- und Wertordnung entzieht, die er unter "normalen" Umständen am liebsten zum Verschwinden bringen würde. (Der Standard '94) |
| Fragil Extra '88 Er ist Dichter und Maler, überrascht die Leserschaft mit faszinierenden Sprachschöpfungen und verblüffenden Sichtweisen alltäglicher Dinge. Seine lakonischen Bemerkungen reizen im ersten Moment oft zu herlichem Lachen - so wahr, so echt sind sie, doch bleibt einem dieses Lachen im nächsten Moment im Hals stecken, so hintergründig und auf eine ganz besondere, andere Art wahr sind sie. In >>Krieg<< schreibt er: >>Der Friede war zu streng für die Welt. ...Die Fernsehaugen überrollen die Kriegsereignisse. ...Die Engel flüchten hinter die Wolken und klagen mit Wehmut.<< Und die >>Kinder<<: <<Die Kindersprache hat für das Weltgeschehen keinen Unterhaltungswert.<< (....) Er zeigt auf unnachahmliche Weise eine Sicht von Wirklichkeit, die nicht nur den Sprachfloskeln aus Politik und Wirtschaft ungeahmte Dimensionen entlockt, sondern ganz allgemein der Sprache und dem sonst üblichen Sprachgebrauch. (...). [Bulletin der Schweizerischen Vereinigung für hirnverletzte Menschen] |
Wie
man es dreht und wendet, Paulmichl/Raffeiner lassen sich ich am besten durch
Paulmichl/Raffeiner erklären. Den Werken merkt man doppeltes Schaffen,
zwei Köpfe, ineinandergreifende Gestaltungsprinzipien an.Wie bei Fruttero und Lucentini hat man keine Ahnung, wer genau was geschaffen hat oder wie gemeinsames Kreieren verläuft. Man wird neugierig, möchte beiden in der Werkstatt über die Schulter schauen, um von ihnen zu lernen. Vermutlich zu lernen, daß Teams Zukunft haben. (Laudatio von Roger Pycha zur Verleihung der Hans-Prinzhorn-Medaille 1997) |
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>>Paulmichls
Texte sind verblüffend einfach und wahr. In der großen Weisheit
eines Lehrers, der um die Verzagtheit seiner Schüler weiß,
verfaßt, ist Paulmichl ein Weiser geworden, der den Leser bei der
Hand nimmt und durch die Geheimnisse der Welt führt.<< (Sturzflüge
'96)
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"Für Ihn hat das einzelne Wort ein viel größeres Gewicht als für den geübten Redner, der im Sinne der allgemeinen Sprachregelungen einen leichtverdaulichen Brei anrührt. Bei Paulmichl bleiben einem dagegen schwerverdauliche Sprachbrocken in den Ohren stecken. Dagegen hilft ein heftiges Lachen, das besser klingt, wenn man sich gleich von dem Gedanken verabschiedet, es ließen sich alles und jedes mit gleichen Maßstäben messen." Heike Kruschinski, Recklingshauser Zeitung '91 |
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"Verdrehte Wörter und Sätze
lassen die Welt neu sehen" |
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| Eine Entdeckung: Tilo Nest rezitiert die Gedichte des Georg
Paulmichls (WAZ '91) |
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"Den Kinderbeinen entschwunden" (...) In seiner Dichterstube, der Behindertenwerkstätte in Prad
im oberen Vinschgau in Südtirol, wo die Landschaft kark und die Menschen
wortkarg sind, entsteht Paulmichls außergewöhnliche Literatur. |
| Georg Paulmichl ist ein >>Verdichter<< der Sprache<<, ein >>Dichter<< eben. (Michael Burke) |
| "Ich bin der wichtigste Paulmichl" (Aussage in FF Artikel- Georg Mair) |
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