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	<title>Georg Paulmichl &#187; Kategorie: Vorwort</title>
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		<title>Kennst du mich noch, ich bin der echte Künstler Georg Paulmichl</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Nov 2012 09:21:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Kennst du mich noch, ich bin der echte Künstler Georg Paulmichl&#8221; (1)</p>
<p>Wer sich vor gut zehn Jahren in einer Filiale einer österreichischen Supermarkt-Kette eine Wurstsemmel kaufte, bekam sie mit großer Wahrscheinlichkeit in einem besonderen Packpapier überreicht. Die Innsbrucker Künstlerin Michaela Schweeger entwarf „<a href="http://www.mpreis.at/unternehmen/verantwortung/kultur/index.htm" title="Poetisches Fein-Kost-Papier, M-Preis" target="_blank" class="liexternal">poetisches Feinkostpapier</a>“ mit Lyrik, u. a. von Joachim Ringelnatz, Eugen Roth, Rainer Maria Rilke und Georg Paulmichl. Dessen Gedicht <a href="http://www.georgpaulmichl.com/2003/10/mond-aktion-m-preis/" title="Mond, Aktion" target="_blank" class="liinternal">Mond</a> ging in „großer Auflage“ über die Wursttheken. Diese besondere Form der Rezeption unterstreicht, auf wie vielfältige Art und Weise Georg Paulmichls Texte Eingang in die Alltagswelt der Menschen finden.</p>
<p>Doch selbstverständlich beruht der Ruhm des „bekanntesten Paulmichl“, wie er sich selbst mit einigem Stolz (aber auch einigem Recht) bezeichnet, nicht auf Wurstpapier. Seit seinem Eintritt in die Behindertenwerkstatt 1977 arbeitet er gemeinsam mit seinem Betreuer an literarischen und bildkünstlerischen Werken. Die ersten selbst gebastelten und illustrierten Bücher stießen bald auch außerhalb der Werkstätte auf Interesse und so kam es zu ersten Gedicht-Abdrucken in Zeitschriften und 1987 zur ersten Buchpublikation, <a href="http://www.georgpaulmichl.com/1987/12/strammgefegt/" title="strammgefegt – 1987" class="liinternal">strammgefegt</a>. Bis zum heutigen Tag sollten diesem Band fünf weitere, zumeist im Haymon Verlag veröffentlichte Bücher folgen. Der Dichter ging auf Lesereisen, stellte seine Bilder in namhaften Galerien aus und wurde für seine Texte, die mittlerweile auch schon übersetzt wurden, mit etlichen Preisen geehrt. Es wurden mehrere Filme über ihn gedreht, Radiosendungen ausgestrahlt und es kam zu szenischen Lesungen seiner Texte an verschiedenen deutschen Theatern. Kurzum: Der Dichter avancierte zum „Autogrammschreiber“, wie er es in einem Brief formuliert. (2)</p>
<p>All das klingt nach einem „gewöhnlichen“ oder geradezu stringenten Künstlerleben. Und dennoch ist Paulmichl alles andere als ein gewöhnlicher Akteur im Literatur- und Kunstbetrieb. In seiner Rede zur Eröffnung einer Ausstellung in Neumarkt im Südtiroler Unterland schreibt er: „Ein Künstler sein ist feiner als ein Depp. Als Künstler hat man Ruhe, Ruhe und der eigene Name wird hergezeigt. Die Leute kennen mich, bewundern mich und wissen, dass ich in dieser Welt lebe. Grüßen tut mich in Prad keiner. (3)</p>
<p>In diesem Satz kommt zum Ausdruck, dass eine Inklusion Georg Paulmichls in die Gesellschaft trotz aller künstlerischen Erfolge eben doch noch nicht gelungen ist. Dies (für ihn, aber auch für andere beeinträchtigte Schriftsteller) so weit wie möglich zu erreichen, wäre vermutlich die wichtigste Wirkung der Kunst Paulmichls. Dass man ihm das Etikett ‚Dichter‘ gibt, darf schließlich keineswegs nur eine „oberflächliche Aufwertung und Pseudo-Integration des ausgeschlossenen Sprechens in den kulturellen Diskurs“ (4) bedeuten. Denn etwas als Literatur zu bezeichnen, bedeutet nicht nur den Versuch, es „ästhetisch ‚begehbar‘ und konsumierbar zu machen“ (5), sondern ist zugleich auch eine Verpflichtung; nämlich die Verpflichtung, die Texte als Texte ernst zu nehmen. Für bildkünstlerische Werke gilt das in gleicher Weise.</p>
<p>Auch wenn die soziale Inklusion weiterhin ein Ideal bleiben muss und auch durch Literatur und Kunst nicht ohne weiteres möglich ist: Die Wirkung der Texte und Bilder erschöpft sich nicht im ökonomischen Erfolg, ist nicht nur an erzielten Verkaufspreisen und der Auflagenhöhe messbar. Sie besteht auch darin, dass der Leser/Betrachter durch seine Auseinandersetzung mit der Kunst das aus seiner Sicht vielleicht Absurde, Andere zu verstehen versucht. Dann tritt der geistig behinderte Dichter und Maler über seine Werke mit der sozialen Umwelt in Kontakt und es kommt zu einem Treffen von Menschen mit und ohne Behinderung, das außerhalb der Kunst bzw. ohne die Kunst vielleicht nie stattgefunden hätte.</p>
<p><a href="http://www.uibk.ac.at/brenner-archiv/mitarbeiter/zanol.htmlhttp://" title="Irene Zanol" target="_blank" class="liexternal">Irene Zanol</a></p>
<p>(1) Georg Paulmichl: Vom Augenmaß überwältigt. Briefe, Glossen und Bilder. Innsbruck: Haymon, 2001, S. 41.<br />
(2) vgl. ebd., S. 11.<br />
(3) Ebd., S. 67.<br />
(4) Gisela Steinlechner: Über die Ver-Rückung der Sprache. Analytische Studien zu den Texten Alexanders. Wien: Wilhelm Braumüller, 1989, S. 6 f.<br />
(5) Ebd., S. 7.</p>
<div class="info">
<h4>Anhänge / Links:</h4>
<p><a href="http://www.georgpaulmichl.com/wp-content/uploads/mediathek/Irene-Zanol-Georg-Paulmichl-Kennst-du-mich-noch.pdf" class="lipdf">Kennst du mich noch, ich bin der echte Künstler Georg Paulmichl, Zur Rezeption der Werke eines Dichters und Malers aus Südtirol, von Irene Zanol</a></p>
<p><a href="http://www.uibk.ac.at/brenner-archiv/projekte/paulmichl/" title="Forschungsinstitut Brenner-Archiv, Georg Paulmichl Projekt" target="_blank" class="liexternal">Forschungsinstitut Brenner-Archiv, Georg Paulmichl Projekt</a></p>
<p><a href="http://www.uibk.ac.at/brenner-archiv/mitarbeiter/zanol.html" title="Irene Zanol, Mag.: Brenner-Archiv, Mitarbeiterprofil" target="_blank" class="liexternal">Irene Zanol am Brenner-Archiv, Mitarbeiter/innen-Profil</a></p>
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		<title>Vorwort von Christine und Richard Paulmichl</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Oct 2012 15:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die lebensgeschichte von georg, gäbe es sie nicht, könnte man sie nicht erzählen. denn so eine geschichte kann man nicht erfinden. so unglaublich und geheimnisvoll klingt sie. sein leben hat sich ganz anders abgespielt, wie es eigentlich vorbestimmt schien.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die lebensgeschichte von georg, gäbe es sie nicht, könnte man sie nicht erzählen. denn so eine geschichte kann man nicht erfinden. so unglaublich und geheimnisvoll klingt sie.<br />
sein leben hat sich ganz anders abgespielt, wie es eigentlich vorbestimmt schien. sein leben beweist, dass eigentlich nur wenig vorgegeben ist; vieles entwickelt sich, wenn man nur die möglichkeit dazu hat.<br />
georg hat auf seinem lebensweg menschen angetroffen, die in ihm einen menschen sahen und sehen, ohne wenn und aber. er hat sich entwickeln dürfen. er konnte einen teil seines lebens auch selbst in die hand nehmen und gestalten. Er weiss das und ist dankbar dafür.<br />
georg ist zutiefst sensibel, herzvoll und kommunikativ; er glaubt an das gute, friedliche und profunde in dieser welt. das macht seine grösse aus und so war er seit seiner kindheit. seine berühmtheit veränderte ihn nicht. seine krankheit erträgt er stoisch.<br />
wir sind stolz auf unseren bruder.<br />
georg, auch wir haben glück gehabt, dass es dich gibt!</p>
<p>im namen von georg danken wir allen, welche diese website kreiert und gestaltet haben.<br />
wer will, kann unseren georg entdecken.</p>
<p>Christine und Richard Paulmichl<br />
Geschwister von Georg Paulmichl, Prad</p>
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		<title>Der Dichter und Maler, seine Bilder und Texte</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Oct 2012 12:40:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zuerst bin ich Georg Paulmichl in seinen Büchern begegnet: Sie wurden mir von Kolleginnen und Freunden empfohlen, ich erhielt Texte daraus, traf sie in Buchhandlungen an und - kam schließlich nicht darum herum, die Bilder wahrzunehmen, die Texte zu lesen, denn die Mappe „Der Mensch“ aus dem Jahr 2003 wurde mir gleich zweimal geschenkt. Das war 2006]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zuerst bin ich Georg Paulmichl in seinen Büchern begegnet: Sie wurden mir von Kolleginnen und Freunden empfohlen, ich erhielt Texte daraus, traf sie in Buchhandlungen an und &#8211; kam schließlich nicht darum herum, die Bilder wahrzunehmen, die Texte zu lesen, denn die Mappe <a href="http://www.georgpaulmichl.com/2002/01/der-mensch-2002/" title="Der Mensch – 2002" class="liinternal">„Der Mensch“</a> aus dem Jahr 2003 wurde mir gleich zweimal geschenkt. Das war 2006; seither habe ich nicht nur ein Buch nach dem andern von vorne bis hinten und wieder zurück gelesen, habe ausgewählte Texte in Lehrveranstaltungen vorgelesen und in Vorträgen zitiert, sondern ich bin nach Prad gereist, um den Dichter und Maler persönlich kennen zu lernen. Und wie Dietmar Raffeiner die Entstehung der Bilder und Texte des Künstlers ermöglicht hat, so ist er auch mein erster Gesprächspartner und Begegnungsbegleiter gewesen &#8211; im Frühsommer 2009 in Prad.</p>
<div id="attachment_5195" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.georgpaulmichl.com/wp-content/uploads/mediathek/Johannes-Gruntz-Stoll-u.-Georg6.jpg" class="xf-fancybox"><img class="size-thumbnail wp-image-5195 " title="Johannes Gruntz Stoll u. Georg Paulmichl in der BW Prad, 2009" src="http://www.georgpaulmichl.com/wp-content/uploads/mediathek/Johannes-Gruntz-Stoll-u.-Georg6-150x150.jpg" alt="Johannes Gruntz Stoll u. Georg Paulmichl in der BW Prad, 2009" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Johannes Gruntz Stoll u. Georg Paulmichl in der BW Prad, 2009</p></div>
<p>Aus der Lektüre, den Begegnungen und Gesprächen ist inzwischen eine freundschaftliche Beziehung geworden und &#8211; eine Buchpublikation hervorgegangen, welche „Georg Paulmichls Weg zum Wort“ nachzeichnet und unter dem Titel <a href="http://www.georgpaulmichl.com/2010/09/ich-habe-gluck-gehabt-dass-es-mich-gibt/" title="Ich habe Glück gehabt, dass es mich gibt" class="liinternal">„Ich habe Glück gehabt, dass es mich gibt“</a> 2010 im Innsbrucker StudienVerlag erschienen ist: Hier werden erstmals sämtliche bisher veröffentlichten Texte des Dichters und Malers erfasst, und sein schriftstellerisches Werk wird unter verschiedenen Aspekten gewürdigt, gedeutet und erörtert &#8211; mit Bezug zu den literarischen Motiven, den Entstehungsbedingungen und den Wirkungen der Texte wie auch zu den Verbindungen zwischen Bildern und Texten, zwischen Malen und Schreiben im umfangreichen Werk des Künstlers.</p>
<p>Für mich ist es ganz einfach eine wiederkehrende Freude, ein anhalten-des Glück, dass mir vor sechs Jahren „Der Mensch“ entgegen gekommen ist, dass ich drei Jahre später seinen Autor und dessen Mitspieler in der Prader Werkstatt getroffen habe und seither regelmäßig wieder sehe &#8211; unterwegs mit Georg Paulmichl, der als Künstler die Fülle des Lebens in Bildern und Texten einfängt und ausdrückt: Wer seine Bilder betrachtet, seine Texte liest, erfährt diesen Reichtum, kommt aus dem Staunen nicht heraus und erlebt das schier unermessliche Glück, dass es ihn gibt &#8211; den Dichter und Maler wie den Leser und Betrachter!</p>
<p>Basel, Im Oktober 2012</p>
<p>Johannes Gruntz-Stoll</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Georg Paulmichl</title>
		<link>http://www.georgpaulmichl.com/2012/10/georg-paulmichl-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Oct 2012 05:47:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>archiv</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Georg Paulmichl – ganz still ist er in den vielen letzten Jahren zum Engramm geworden: Behinderter – Dichter – Zeichner – Maler: Publikationen, Rezensionen, Medienschaum, Aufführungen, Ausstellungen, wissenschaftliche und ernste Töne, Auszeichnungen, stiller und lauter Neid, Folklore und zittriger Regionalstolz, Werkstättenalltag am Rande und im Winkel, Provokation durch die Umgebungsmilch, unterschlagene Musen, agogischer Gebrauch (...)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Georg Paulmichl – ganz still ist er in den vielen letzten Jahren zum Engramm geworden: Behinderter – Dichter – Zeichner – Maler: Publikationen, Rezensionen, Medienschaum, Aufführungen, Ausstellungen, wissenschaftliche und ernste Töne, Auszeichnungen, stiller und lauter Neid, Folklore und zittriger Regionalstolz, Werkstättenalltag am Rande und im Winkel, Provokation durch die Umgebungsmilch, unterschlagene Musen, agogischer Gebrauch, Gestik, Zurückgezogenheit, schwarze Privatheit, nein – fast schon vergessen – die Macht totaler Institution, kurze Verwunderung, fremde Augen und verschlossener Sinn, verstörende Lacher…. Reinkarnation von Eschenbachs „reinem Toren“ …oder schlichter Wiedergänger Myschkins?</p>
<p>Fremd ist er trotz alledem geblieben, seine Stimme ist zurückgefallen, das frühe Alter hat von ihm Besitz ergriffen, manche Bilder strahlen noch (&#8230;)</p>
<div class="info">
<h4>Anhänge / Links:</h4>
<p><a href="http://www.georgpaulmichl.com/wp-content/uploads/mediathek/Georg-Paulmichl_Online_Archiv.pdf" class="lipdf">Georg Paulmichl: Vorwort</a></p>
</div>
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		<title>Vorwort von Dr. Arch. Helga von Aufschnaiter</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Oct 2012 15:56:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Wesen der Kunst ist es aus dem Normalen auszubrechen, Grenzen des Gewöhnlichen zu überschreiten, das Beliebige zu präzisieren und damit es zu vermögen Vorstellungsmomente in die gelebte Wirklichkeit hereinzuholen. Georg Paulmichl gelingt es durch sein einzigartiges Gespür und seine sensible Wahrnehmungsgabe den Betrachtenden an der Grenze des Realen abzuholen und für eine kurze Zeit Teil seiner besonderen Welt werden zu lassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.kuenstlerbund.org" class="liimagelink"><img class="size-full wp-image-7130 aligncenter" title="Südtiroler Künstlerbund" src="http://www.georgpaulmichl.com/wp-content/uploads/mediathek/kuenstlerbund1.png" alt="Südtiroler Künstlerbund" width="296" height="63" /></a></p>
<p>Das Wesen der Kunst ist es aus dem Normalen auszubrechen, Grenzen des Gewöhnlichen zu überschreiten, das Beliebige zu präzisieren und damit es zu vermögen Vorstellungsmomente in die gelebte Wirklichkeit hereinzuholen. Georg Paulmichl gelingt es durch sein einzigartiges Gespür und seine sensible Wahrnehmungsgabe den Betrachtenden an der Grenze des Realen abzuholen und für eine kurze Zeit Teil seiner besonderen Welt werden zu lassen. Seinen unverfälschten andersartigen Blick auf die Umwelt hält er in Bildern und Worte fest, die überraschend direkt und auf originelle Art und Weise mitten in das Herz der Gesellschaft treffen. Der Südtiroler Künstlerbund ist stolz Georg Paulmichl Ehrenmitglied des Vereins nennen zu dürfen und gratuliert zum Entstehen des Online Archives, das das umfangreiche Schaffen vieler Jahre kreativer Arbeit eindrucksvoll widerspiegelt.</p>
<p>Dr. Arch. Helga von Aufschnaiter<br />
Präsidentin des <a href="http://www.kuenstlerbund.org" title="Südtiroler Künstlerbund" class="liexternal">Südtiroler Künstlerbundes</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vorwort von Dietmar Raffeiner</title>
		<link>http://www.georgpaulmichl.com/2012/10/resonanzspiele/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Oct 2012 15:43:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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		<category><![CDATA[Pycha Roger]]></category>
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		<category><![CDATA[Raffeiner Dietmar]]></category>
		<category><![CDATA[Sammlung Raffeiner]]></category>
		<category><![CDATA[Vorwort]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit 30 Jahren stehe ich einem intensiven Kontakt mit Georg Paulmichl. Unsere erste Begegnung war im Jahre 1980 in der Behindertenwerkstätte von Tschengls und hat sich fortgesetzt bis zum heutigen Tag. Wenn man die Kürze eines Menschenlebens bedenkt, dann hat der Zeitraum einer 30 jähriger Begegnung von Außen betrachtet etwas sehr langatmiges an sich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Wie man es dreht und wendet, Paulmichl/Raffeiner lassen sich am besten durch Paulmichl/Raffeiner erklären. Den Werken merkt man doppeltes Schaffen, zwei Köpfe, ineinandergreifende Gestaltungsprinzipien an„. (Roger Pycha, Grenzgänger 1999)</em></p>
<p>Seit 30 Jahren stehe ich einem intensiven Kontakt mit Georg Paulmichl. Unsere erste Begegnung war im Jahre 1980 in der Behindertenwerkstätte von Tschengls und hat sich fortgesetzt bis zum heutigen Tag. Wenn man die Kürze eines Menschenlebens bedenkt, dann hat der Zeitraum einer 30 jähriger Begegnung von Außen betrachtet etwas sehr langatmiges an sich. Wahrscheinlich hätte die Begegnung zwischen Georg und mir sich längst aufgelöst, wäre unser Zusammenwirken nicht ein von Anfang an gemeinsam schöpferisches gewesen. Vielleicht gelingt ein so lange andauernder Paarlauf nur, wenn man über ineinandergreifende Gestaltungsinhalte sich eben im Alttäglichen nicht zu nahe kommt. Es ist jedenfalls übergreifend immer wieder gelungen, durch überspringende schöpferische Resonanzspiele uns gegenseitig herauszufordern. Dies haben wir über all die Jahre hindurch gemacht, in Form von geschriebenen Texten und gemalten Bildern. Menschen sind bekanntlich Ergänzungstiere und suchen im günstigen Falle durch Ausdrucksdialoge der eigen Existenz eine gemeinsame Lebensspur zu geben. Meine Auseinandersetzung mit Georg war immer eine dialogische. In diesem unseren Dialog gab es keine wirklich übergeordneten pädagogischen Strategien, keine Dogmen oder Standpunkte auf die unser gemeinsames Tun sich stützte. Hätte ich mich dem Georg wie ein Lehrer angenähert, so hätte ich ihn herausfordernd nie wirklich erreicht. Unser gemeinsamer Gestaltungsdialog war getragen von einer spielerischen Lust an Sprache und ebensolchen bildnerischen Zeichensetzungen. Unsere gemeinsame Kommunikationsform im Ausdruck hat sich hauptsächlich einem lustvollen Hin und Her an Austauschen hingegeben, und war in seinem Tun weit weniger auf ein Ziel oder einen Zweck hin ausgerichtet.</p>
<p>Rein aus sich selbst heraus und ohne animierende herausfordernde Begleitung durch meine Person, wäre Georg nicht in der Lage gewesen gestaltungsaktiv in Erscheinung zu treten. Seine Mitteilungen, seine sprachlichen Wortschöpfungen wären im Raum seiner Zeit unbeachtet liegen geblieben, wären sie nicht durch unser interaktives Tun bald einmal in Textausgestaltungen eingeflossen. Ein Gehirn steht immer in einer Interaktion mit einem anderen Gehirn. Nur in einer gegenseitigen geistigen Herausforderung entstehen Schlüsselreize für Eigentätigkeiten. Wie Sprache, Formgebung und Emotion ist Intelligenz nicht Subjekt, sondern Milieu oder Resonanzkreis. Alles was wir sind, sind wir als Gemeinsames. Und in einem gemeinsamen Tun weiß man manchmal nicht ganz genau wo der eine aufhört und der andere anfängt. Dies ist im Besonderen bei Georg und mir der Fall.</p>
<p>Betonen möchte ich noch einmal, dass das formative Element in der Begegnung zwischen Georg und mir nicht so sehr die Arbeit war, sondern eben das Spiel. Unsere gegenseitige Annäherung war von allem Anfang an eine spielerische. Besonders in diesem Spiel mit Worten dominierte immer auch die Offenheit fürs Zufällige, für das Spontane. Das Spiel ist der kreative Umgang mit dem Multiplen und schafft sich in einem erweiterten Raum der Freiheit seine eigene Wirklichkeit. Wenn Spieler etwas gemeinsam haben, dann das Wissen, dass die so genannte Realität nur eine von vielen Möglichkeiten ist, und dass jede Ordnung eine Konvention darstellt, die man auch in ihren Grenzen sprengen kann. Bei manchen seiner gewagten Formulierungen hat mich Georg immer wieder gefragt, ob man das so überhaupt sagen darf? Und er durfte ohne Vorbehalt alles sagen. Georg Paulmichl gedeiht besonders dann auf schöpferische Weise, wenn er einen Raum betreten kann, der nicht von einem gesetzten und vorprogrammierten Ernst dominiert wird. In diesem Spiel mit Worten wurden Hierarchien aufgehoben und im Schreiben mit Georg kam es immer auf diesen einen Augenblick einer eigenwilligen Formulierung an, eben auf diesen Augenblick einer einzigartigen stilistischen Individualität. Dies ließ uns zeitweilig völlig vergessen, dass wir in einer Behindertenwerkstatt waren, eben in einem gesellschaftlich ausgewiesenen Getto.</p>
<p>Dietmar Raffeiner<br />
Betreuer von Georg Paulmichl in der Werkstätte Prad</p>
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		<title>strammgefegt, Nachwort</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 1987 11:01:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>archiv</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich schicke voraus: ich kenne und schätze die Geschichten Georg Paulmichls nun schon seit etwa drei Jahren. Meine erste Bekanntschaft mit ihnen machte ich, als die Zeitschrift »los« frühere Texte von Georg Paulmichl veröffentlichen wollte. Die Herausgeber von »los« baten mich in diesem Zusammenhang quasi um ein «linguistisches Gutachten«, denn sie wollten eine seriöse, eine »wissenschaftliche« Bestätigung für ihre These, daß die Geschichten (...) Michael Bürkle]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schicke voraus: ich kenne und schätze die Geschichten Georg Paulmichls nun schon seit etwa drei Jahren. Meine erste Bekanntschaft mit ihnen machte ich, als die Zeitschrift <a href="http://www.georgpaulmichl.com/1984/12/verkurzte-landschaft-1984/" title="LOS, Sondernummer Verkürzte Landschaft, 1984" class="liinternal">»los«, frühere Texte von Georg Paulmichl,</a> veröffentlichen wollte. Die Herausgeber von »los« baten mich in diesem Zusammenhang quasi um ein «linguistisches Gutachten«, denn sie wollten eine seriöse, eine »wissenschaftliche« Bestätigung für ihre These, daß die Geschichten eines »Behinderten« wertvoll sein können, daß konkret die Paulmichlschen Texte so wertvoll sind, daß man sie einem breiteren Publikum vorstellen kann.</p>
<p>Daß dem so ist, steht &#8211; heute &#8211; hoffentlich außer Zweifel. Georg Paulmichl hat mit seinen Geschichten bereits eine kleine Berühmtheit erlangt. Und wer diese Geschichten mag, der mag sie nicht, weil der Autor eben der Georg Paulmichl ist, sondern weil diese Texte an sich faszinieren. Es kann heute also nicht mehr darum gehen, zu »beweisen«, daß Georg Paulmichls Texte an sich wertvoll sind. Es ist aber eine reizvolle Aufgabe, einmal den spezifischen Mitteln Paulmichlschen Sprachschaffens nachzuspüren. Worin liegt eigentlich der &#8211; meines Erachtens sofort spürbare &#8211; Reiz dieser Texte? (&#8230;) Michael Bürkle</p>
<p>Michael Bürkle, Nachwort aus: <a href="http://www.georgpaulmichl.com/1987/12/strammgefegt/" title="strammgefegt – 1987" class="liinternal">1987, strammgefegt, BW Prad</a></p>
<div id="attachment_7904" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.georgpaulmichl.com/wp-content/uploads/mediathek/BuerkleMichael_1.jpg" class="xf-fancybox"><img class=" wp-image-7904    " title="Michael Bürkle" src="http://www.georgpaulmichl.com/wp-content/uploads/mediathek/BuerkleMichael_1.jpg" alt="Michael Bürkle" width="150" height="242" /></a><p class="wp-caption-text">Michael Bürkle</p></div>
<p>Bürkle, Michael, Mag. Dr., geb. 1957 in Bludenz<br />
Studium (Mathematik, Germanistik) in Innsbruck ab 1975, Sponsion 1983, Promotion 1992.<br />
Assistent am Institut für Mathematik I (1979-1983) und am Institut für Germanistik (1983-1995) der Universität Innsbruck<br />
Lehrer (Deutsch, Mathematik, Informatik, Soziales Lernen, Grundlagen des Wissenschaftlichen Arbeitens, Vernetzte Naturwissenschaften) am Gymnasium für Berufstätige (1994-2002 und ab 2011 als Administrator) und am BG/BRG Sillgasse (2004-2012) in Innsbruck<br />
Lehraufträge an der Universität Innsbruck (1983-2000, 2004-2010)<br />
Landesgeschäftsführer der Tiroler Grünen (2000-2004); Gemeinderat in Rum (2004-2010)</p>
<div class="info">
<h4>Anhänge / Links:</h4>
<p><a href="http://www.georgpaulmichl.com/wp-content/uploads/mediathek/Michael_Buerkle_Nachwort_strammgefegt.pdf" class="lipdf">Nachwort, von Michael Bürkle. Aus: 1987, strammgefegt, BW Prad</a></p>
<p><a href="http://www.georgpaulmichl.com/wp-content/uploads/mediathek/Nachwort-von-Michael-Bürkle_word_pdf.pdf" class="lipdf">Nachwort, von Michael Bürkle. Word in PDF &#8211; Datei</a></p>
</div>
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		<title>strammgefegt, zu diesem Buch</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 1987 11:01:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>archiv</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich erinnere mich noch genau an mein Staunen, als ich die Geschichten und Märchen Georg Paulmichls zum ersten Mal in die Hand bekam. Sie sind so ungewöhnlich, daß sie sich einer einfachen Benennung entziehen. Daß ihr Autor geistig behindert ist, soll hier in zweiter Linie interessieren. Was zählt sind die Texte von Georg Paulmichl, die weit (...) Gabriel Grüner]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Werkstatt gefällt es mir sehr gut. In der Werkstatt bin ich ein Dichter. Dichter sein ist ein feiner Beruf. In der Werkstatt sind alles Behinderte. Ich bin nicht behindert, ich kann reden. (Georg Paulmichl)</p>
<p>Ich erinnere mich noch genau an mein Staunen, als ich die Geschichten und Märchen Georg Paulmichls zum ersten Mal in die Hand bekam. Sie sind so ungewöhnlich, daß sie sich einer einfachen Benennung entziehen. Daß ihr Autor geistig behindert ist, soll hier in zweiter Linie interessieren. Was zählt sind die Texte von Georg Paulmichl, die weit mehr als nur die sprachliche Erfassung unserer Wirklichkeit in Frage stellen. Durch seinen eigenwilligen Umgang mit Sprache bricht Georg Paulmichl die Verfestigungen unserer Weitsicht auf.</p>
<p>In der Literatur ist der Begriff der &#8220;Verfremdung« bekannt, wie ihn Bert Brecht formuliert hat Vertrautes, in einem fremden, Fragen provozierenden Licht erscheinen zu lassen.</p>
<p>Wenn man so will, ist Georg Paulmichl ein Meister der Verfremdung. Es gelingt ihm, Altbekanntes neu darzustellen und es uns mit seinen Augen sehen zu lassen. Die Geschichten und Märchen spiegeln eine Welt wider, der Spiegel aber &#8211; die Sprache &#8211; ist ein verzerrender, die Welt, die Georg Paulmichl uns vorhält, wird eine andere als die unserer Erinnerung und unseres Bewußtseins.</p>
<p>Den Leser erwartet in <a href="http://www.georgpaulmichl.com/1987/12/strammgefegt/" title="strammgefegt – 1987" class="liinternal">diesem Buch</a> nichts »Festgeschriebenes«. Es wird nur selten erzählt, sondern meistens benannt, neu benannt, die für Literatur so wichtigen Momente der Überraschung und Paradoxie sind in den Texten Georg Paulmichls häufig zu finden.</p>
<p>Wie entstehen nun diese ungewöhnlichen Geschichten und Märchen eines ungewöhnlichen Autors? Wie entstand dieses Buch?</p>
<p>Seit sechs Jahren besucht Georg Paulmichl eine »Werkstätte für Behinderte«, zuerst in Tschengls und jetzt in Prad im oberen Vinschgau. Zusammen mit seinem Betreuer Dietmar Raffeiner hat er dort mit dem Schreiben begannen. Beide arbeiten fast täglich zusammen: Georg Paulmichl sucht sich ein Thema aus, sein Betreuer sitzt an der Schreibmaschine. Es gibt Tage, wo der Autor Satz an Satz reiht, einmal Geschriebenes umstellt und korrigiert, es geschieht aber auch, daß die Texte mühselig in einem Frage- und Antwort-Spiel entstehen. Immer aber ist es Georg Paulmichl, der den Anstoß zum Schreiben gibt, und immer werden die Geschichten und Märchen so in die Maschine getippt, wie der Autor sie mündlich formuliert.</p>
<p>Da die Geschichten und Märchen Georg Paulmichls, die nach ihrem Bekanntwerden ein begeistertes Publikum gefunden haben, bisher nur vereinzelt in Zeitschriften, wie in der inzwischen vergriffenen Sondernummer von<a href="http://www.georgpaulmichl.com/1984/12/verkurzte-landschaft-1984/" title="LOS, Sondernummer Verkürzte Landschaft, 1984" class="liinternal"> »Los« (Nr. 7, Dezember 1984</a>) erschienen sind, und es Georg Paulmichl selbst ein großer Wunsch ist, entschloß sich Dietmar Raffeiner, eine Auswahl von Texten in Buchform einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Die Auswahl der Geschichten und Märchen für dieses Buch ist von den Herausgebern getroffen worden. Es wurden auch Texte aufgenommen, die bereits in der Zeitschrift »Los« erschienen sind. Wegen der geringen Verbreitung der Zeitschrift schien ein Wiederabdruck in diesem Buch sinnvoll.</p>
<p>Grundlage des Buches waren die maschinenschriftlichen Aufzeichnungen. Wenn sich bei Fehlern in den Aufzeichnungen nicht feststellen ließ, ob sie vom Autor stammten oder bei der Niederschrift durch den Betreuer passierten, wurden sie im Zweifelsfall in die korrekte Form gebracht. Alle von Georg Paulmichl stammenden Abweichungen wurden beibehalten, wie etwa dialektale oder aus dem Italienischen stammende Wendungen: »ausspeiben«, »Tunell«, »Stauden«, »puliert« vom Ital. »pulire«, »Medallie« vom Ital. »medaglie« usw.</p>
<p>Die Titel der Geschichten und Märchen stammen von Georg Paulmichl selbst, ebenso die im Buch abgedruckten Bilder. Es ist Literatur im besten Sinn, die Georg Paulmichl dem Leser vorsetzt, weil ein Stück unseres Lebens und unserer Zeit darin aufgehoben sind. Es ist keine »schöne Literatur«, die verzerrende Optik zwingt uns, unsere Erkenntnis und Urteilsmuster neu zu überdenken. In der scheinbaren Heiterkeit dieser Texte steckt eine Doppelbödigkeit, die der eilige Leser übersehen mag.</p>
<p>Deshalb ist<a href="http://www.georgpaulmichl.com/1987/12/strammgefegt/" title="strammgefegt – 1987" class="liinternal"> »Strammgefegt« </a>ein Buch zum Immer-Wieder-Lesen, ein Buch, das viele Überraschungen bereithält.</p>
<p>Georg Paulmichl hat über das Schreiben seine Sprache gefunden, eine Sprache, die ihm sonst vielleicht versagt geblieben wäre.</p>
<div id="attachment_7309" class="wp-caption alignleft" style="width: 114px"><a href="http://www.georgpaulmichl.com/wp-content/uploads/mediathek/gabriel_foto.jpg" class="xf-fancybox"><img class="size-full wp-image-7309" title="Gabriel Grüner" src="http://www.georgpaulmichl.com/wp-content/uploads/mediathek/gabriel_foto.jpg" alt="Gabriel Grüner" width="104" height="147" /></a><p class="wp-caption-text">Gabriel Grüner</p></div>
<p>Prad &#8211; Innsbruck, Herbst 1987<br />
Gabriel Grüner</p>
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<div class="info">
<h4>Anhänge / Links:</h4>
<p><a href="http://www.georgpaulmichl.com/wp-content/uploads/mediathek/gabriel_gruener_zu_diesem_buch.pdf" class="lipdf">Zu diesem Buch, von Gabriel Grüner. Aus: 1987, Georg Paulmichl, strammgefegt, BW Prad</a></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gabriel_Gr%C3%BCner" title="Gabriel Grüner, auf Wikipedia" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia">Gabriel Grüner, auf Wikipedia</a></p>
</div>
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		<title>strammgefegt, Begleitwort</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 1987 11:01:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In den Werkstätten für Behinderte unseres Landes gibt es vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten für behinderte Menschen. Der Schwerpunkt liegt sicher auf der Herstellung von handwerklichen Erzeugnissen. In verschiedenen Werkstätten werden auch Serienfertigungen durchgeführt. Daneben gibt es ober auch die Möglichkeit zu künstlerisch-kreativer Beschäftigung, etwa im (...) Dr. otto Saurer]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Werkstätten für Behinderte unseres Landes gibt es vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten für behinderte Menschen. Der Schwerpunkt liegt sicher auf der Herstellung von handwerklichen Erzeugnissen. In verschiedenen Werkstätten werden auch Serienfertigungen durchgeführt. Daneben gibt es ober auch die Möglichkeit zu künstlerisch-kreativer Beschäftigung, etwa im bildnerischen oder keramischen Bereich.</p>
<p><a href="http://www.georgpaulmichl.com/1987/12/strammgefegt/" title="strammgefegt – 1987" class="liinternal">Das vorliegende Buch </a>mit Texten von Georg Paulmichl ist das Ergebnis einer Arbeit, die für eine Werkstatt für Behinderte etwas ungewöhnlich erscheint. Hier verarbeitet ein behinderter Mensch Beobachtetes, Erfahrenes, Erlebtes mit dem Mittel der Sprache. Einer Sprache, die schöpferisch, spielerisch, probehandelnd an ihre Gegenstände herangeht und sie gestaltet. Der Autor kommt dabei zu originellen, verblüffenden, manchmal vielleicht befremdenden Beobachtungen, Deutungen, Wertungen.</p>
<p>Diese Art von Behindertenarbeit ist sicher eine menschliche Bereicherung für den Behinderten selbst, aber auch für die Leser und für die Behinderteneinrichtungen insgesamt.</p>
<p>Dr. Otto Saurer<br />
Landesrat für das Sozial- und Gesundheitswesen</p>
<div class="info">
<h4>Anhänge / Links:</h4>
<p><a href="http://www.georgpaulmichl.com/wp-content/uploads/mediathek/Otto_Saurer_Begleitwort_Strammgefegt.pdf" class="lipdf">Begleitwort, von Otto Saurer. Aus: 1987, strammgefegt, BW Prad</a></p>
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